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Osteoporose

Mehr Kraft für Ihre Knochen!
Knochenschwund

Jede dritte Frau und jeder sechste Mann erkranken im Laufe ihres Lebens an Osteoporose. Lesen Sie hier, was Sie für Ihre Knochen tun können.

Die Osteoporose ist definiert als systemische Skeletterkrankung mit einer Verringerung der Knochenmasse und einer Veränderung der Knochenqualität, woraus eine Abnahme der Knochenfestigkeit resultiert. Infolge dieser Prozesse treten Knochenbrüche (Frakturen) an typischen Stellen im Bereich der Wirbelsäule und an den Gliedmaßen auf.

Das Knochengewebe unterliegt einem permanenten Ab- und Aufbau, wobei sich diese Umbauvorgänge im Gleichgewicht halten sollten: Altes Knochengewebe wird abgebaut und durch neues ersetzt. Bei Vorliegen einer Osteoporose ist dieses Gleichgewicht gestört, der Abbau von Knochensubstanz überwiegt. Sowohl Knochendichte als auch -festigkeit nehmen ab und vor allem die für die Stabilität wichtigen Knochenbälkchen, die sogenannten Trabekel, werden zunehmend ausgedünnt. Durch diese Veränderungen von Masse und Mikroarchitektur verlieren die Knochen im Laufe der Erkrankung an Festigkeit, sie werden "porös" und können leichter brechen - auch bei für gesunde Menschen harmlosen Anlässen wie einem kleinen Sturz.

Wie macht sich die Osteoporose bemerkbar?

Die Verringerung der Knochenmasse verursacht an sich keine Symptome, vor allem zunächst keine Schmerzen. Oft ist ein Knochenbruch das erste Anzeichen für das Vorliegen einer Osteoporose. In vielen Fällen sind Speiche, Rippen, Oberarm, Becken und Oberschenkelhals betroffen.

In etwa 50 Prozent der Fälle mit Wirbelkörpereinbrüchen verläuft die Osteoporose akut und oft chronisch schmerzhaft. Die Schmerzen sind hierbei oft ausgeprägt lokaler Natur, betreffen meist die untere Brust- oder Lendenwirbelsäule und bessern sich in der Regel im Laufe von drei bis fünf Wochen. Auch "kleine" Wirbelkörpereinbrüche, die im Röntgenbild oftmals schwer festzustellen sind, können Schmerzen verursachen.

Die Bildung eines Rundrückens und die Verminderung der Körpergröße können ebenfalls Anzeichen einer Osteoporose sein.

Wie kann man der Osteoporose vorbeugen?

Lebensstilfaktoren wie die Zusammensetzung der Ernährung oder das Ausmaß der körperlichen Aktivität haben bei der Entstehung der Osteoporose einen hohen Anteil und dementsprechend einen hohen Anteil bei der Vorbeugung der Erkrankung. Besonders die Aufnahme des Mineralstoffes Kalzium und der sogenannte Vitamin-D-Status spielen eine wesentliche Rolle im Rahmen der Knochenneubildung.

Es ist nachgewiesen, dass die durchschnittliche Aufnahme von Kalzium schon im Vorschulalter knapp unter den Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des Knochens und Mineralstoffwechsels (ÖGEKM) liegt. Kinder und Jugendliche verbringen heute auch deutlich weniger Zeit im Freien als früher. Durch den geringeren Kontakt mit Sonnenlicht, den unser Körper zur Herstellung benötigt, kommt es zu einer Reduzierung der natürlichen Vitamin-D-Produktion. Des Weiteren wird zu wenig Vitamin D mit der Nahrung aufgenommen. Untersuchungen haben gezeigt, dass mehr als ein Viertel der Erwachsenen eine deutliche Unterversorgung bzw. ein schweres Defizit an Vitamin D aufweist, was vor allem im Winterhalbjahr große Bedeutung hat.

Quelle: netdoktor.at

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