Worte können helfen, können trösten, können heilen, aber sie können ebenso kränken, seelisch verletzen - ja sogar krank machen. Kränkung ist - wie der Bazillus - nicht die Krankheit selbst, sondern die Ursache dafür.
Es ist ein alter Hut, dass das, was uns kränkt, krank macht. Angriffspunkt jeglicher Kränkung ist aber zuerst einmal die Psyche, unser Gemüt. Fehlen hier der bewusste Umgang und die notwendige Abwehr, so wird in der Folge der Körper reagieren und die Kränkung in verschiedensten Beschwerden sichtbar machen.
Kränkung ist nicht gleich Kränkung. Kränkung kann uns ganz unerwartet und schockartig treffen: bei zufälligen Begegnungen durch anzügliche, zweideutige oder zynische Bemerkungen, oder auch alltäglich in der Familie oder am Arbeitsplatz durch versteckte Sticheleien, Herabsetzungen, Verbreitung von falschen Gerüchten, Unterstellungen usw. Kränkung kann aus Gedankenlosigkeit, mangelndem Einfühlungsvermögen oder Dummheit geschehen, aber auch mit voller Absicht, wenn jemand fertig gemacht werden soll, wenn einem jemand im Wege steht, wenn man jemanden hasst.
Aber nicht nur Worte können kränken - auch Schweigen kann kränken, wenn damit Missachtung, Verachtung, mangelnde Höflichkeit ausgedrückt wird. (Hier sollten sich viele z.B. die Frage stellen, welchen Stellenwert der Fernseher im Familienleben hat). Lachen ist auch etwas sehr Positives und Gesundes, aber man kann damit auch "auslachen"!
Was als Kränkung aufgefasst wird, ist etwas sehr Individuelles. Schon scheinbare Kleinigkeiten können kränken, z.B. ein vergessener oder missglückter Dank, ein nicht beachteter Gruß, ein vergessener Geburtstag - also Ungeschicklichkeiten, Vergesslichkeiten, Gedankenlosigkeit, Versäumnisse. Man könnte hier endlos fortsetzen.
Nun - Medikament gibt es keines gegen Kränkung, aber wir können lernen mit Kränkung umzugehen. Wir können an unserer "seelischen Immunität" arbeiten. "Ich werde geärgert" heißt ja noch lange nicht, dass ich mich ärgern muss.
Allerdings muss ich mich schon fragen, ob es nicht vielleicht doch etwas mit mir zu tun hat, wenn es mich so ärgert. Vielleicht betrifft mich die Kränkung doch, wenn sie mich so trifft. Hier ist Selbsterkenntnis ein wichtiger Schritt.
Und eines gilt es für beide Seiten zu bedenken: Alles, was wir aussenden, kommt auch wieder zu uns zurück, was wir säen, ernten wir - das ist ein Lebensgesetz!
Konflikte bewältigen ist besser,als ihnen generell auszuweichen
Konflikte sind nun mal Begleiter unseres Lebens. Der seelische Friede kommt nicht aus der Flucht vor ihnen, oder aus der Vermeidung von Konflikten, sondern aus der Fähigkeit, Konflikte zu bewältigen, zu lösen, dies notfalls auch zu lernen.
Stärkung des Selbstwertgefühls, der Durchsetzungskraft, des Glaubens an sich selbst, das Lernen sich abzugrenzen und die Kraft positiver Gedanken sind Bausteine des Schutzwalls gegen Kränkungen.
Bachblüten- und Bushblüten-Essenzen, die unterstützend wirken können:
- CENTAURY - für Menschen, die nicht "nein" sagen können, denen es an Selbstbehauptungskraft und Abgrenzungsfähigkeit fehlt, die "dünnhäutig", empfindsam und harmoniebedürftig sind ? gibt Kraft zu Selbstverwirklichung.
- GENTIAN - für Menschen, die zu schnell aufgeben und sich mutlos zurück-ziehen, die auf Grund ihrer Schwarzseherei Misserfolge geradezu anziehen. Gentian stärkt den Willen, den Lebensmut, die Durchhaltekraft und gibt eine positive Lebenseinstellung.
- SOUTHERN CROSS - für Menschen, die sich immer als Opfer der Umstände fühlen und viel Negativität rund um sich verbreiten. Southern Cross ermutigt zum Gebrauch eigener Kräfte beim Aufbau einer optimistischeren Lebensperspektive.
Mag.pharm. Evelyn Marko










