Aufnehmen-Können erfordert offen zu sein, setzt Passivität und Bereitschaft zu Hingabe voraus - alles Kennzeichen des weiblichen Pols. Machen wir nun auf der psychischen Ebene zu und verdrängen die Gefühle aus unserem Bewusstsein, dann muss die körperliche Ebene - hier eben der Magen - neben den ( stofflichen) Nahrungseindrücken auch die Gefühlseindrücke aufnehmen und verdauen. So geht nicht nur "die Liebe durch den Magen", "es schlägt sich auch etwas auf den Magen", oder "man frißt etwas in sich hinein".
Wie überall in einer Welt der Polaritäten ist auch der andere, der männliche Pol nicht weit: die Magensäure. Sie greift an, ätzt, beißt und zersetzt - sie ist eindeutig aggressiv. Wenn mir etwas gegen den Strich geht, sage ich: Ich bin sauer!
Gelingt es mir nun nicht, meinen Ärger bewußt zu bewältigen, oder in angemessene Aggression umzusetzen, sondern schlucke meinen Ärger lieber hinunter, dann wird sich mein "Sauersein" auf Dauer in vermehrter Magensäureproduktion äußern. Auf diese Weise nun nichtmaterielle Gefühle zu verarbeiten und zu verdauen, ist natürlich ein schwieriges Unterfangen, und so manches wird mir aufstoßen und nach oben drücken.
Der Magenkranke hat Probleme mit seinem Ärger und seinen Aggressionen bewußt umzugehen und damit Konflikte und Probleme selbstverantwortlich zu lösen. Entweder äußert er seine Aggression überhaupt nicht (frißt alles in sich hinein), oder er zeigt übertriebene Aggression. Vielleicht fehlt ihm einfach das nötige Selbstvertrauen und Geborgenheitsgefühl um eigenständig Konflikte zu bewältigen. Unbewusst sehnt er sich vielleicht zurück in die konfliktfreie Kindheit - der Magen will wieder Breinahrung - keine harten Brocken, nichts Rohes, Aggressives, Scharfes, Reizendes. Leben und Essen sollen frei sein von Herausforderungen.
Diese Grundhaltung, Gefühl und Aggression nicht nach außen, sondern nach innen, gegen sich selber zu lenken, führt schließlich zum Magengeschwür - anstelle von Außeneindrücken wird die eigene Magenwand verdaut (Selbstzerfleischung wäre eigentlich der richtige Ausdruck).
Der Magenkranke muß lernen, sich seine Gefühle bewußt zu machen, Konflikte bewußt zu bearbeiten und die Eindrücke bewußt zu verdauen. Auch den Wunsch nach mütterlicher Geborgenheit und die Sehnsucht geliebt zu werden sollte er sich bewußt machen und zugestehen - besonders dann, wenn er hinter einer Fassade aus Unabhängigkeit, Ehrgeiz und Durchsetzungsvermögen versteckt wird.
Bachblüten bzw. Austral.Bushblüten, die zu diesem Thema passen könnten:
- CROWEA bei allen Magenproblemen; stärkt, beruhigt und zentriert Körper und Gemüt; ein Mittel für ständiges Sich-Sorgen-Machen.
- LARCH für Selbstsicherheit
- HOLLY gegen die dauernde Gereiztheit und Wut; gegen die Entzündung
- IMPATIENS wenn man sich zu sehr abhetzt; bei Stress und innerer Unruhe.










