Mehr Bewegung und die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten zu einem fettreduzierten Essen sind die wichtigen Schritte auf diesem Weg. Abnehmpillen können bei Fettleibigkeit (Adipositas) ab einem BMI von 30 (= etwa 25 % Übergewicht) bzw. bei Übergewichtigen mit einem BMI von 27 (etwa 10 - 15 % zu viel) bei Vorliegen von Zivilisationserkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen hilfreich eingesetzt werden.
Es standen bislang dafür zwei Medikamente zur Verfügung:
- Sibutramin (Reductil®) ist eine Appetitbremse: weniger Hunger und eine schnellere Sättigung sind die Folge, zusätzlich werden mehr Kalorien verbrannt.
- Orlistat (Xenical®) hemmt die Enzyme im Dünndarm, die für die Fettverdauung verantwortlich sind. Etwa 30 % des Fetts, das mit der Nahrung in den Körper gelangt, verlässt ihn wieder, ohne verdaut zu werden.
Mit Rimonabant (Acomplia®) ist nun ein neuer Wirkstoff am Markt. Studienergebnisse zeigen, dass es mit der Einnahme von Rimonabant zu einer Verringerung des Körpergewichtes und zur Reduktion des Bauchumfanges kommt. Es vermindert den Appetit, senkt aber auch zusätzlich Triglyceridwerte und steigert das “gute“ HDL-Cholesterin. Durch die Gewichtsabnahme wirkt es als Schlüsselmedikament effektiv Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen entgegen.
Der Body Mass Index (BMI) gilt heute als Maßeinheit für Normalgewicht bzw. Übergewicht. Man multipliziert die Körpergröße (in m, also z.B. 1,73) mit sich selbst und dividiert das Körpergewicht durch die erhaltene Zahl. Die Grenze zum Übergewicht ist mit BMI 25 festgelegt.
Mag.pharm. Helene Toplak










