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Wasserentziehende Medikamente

Stichwort: Diuretika
Wasser: das Blut der Erde

Bis zu 70 % der Körpersubstanz des Menschen besteht aus Wasser. Die Regulierung des Wasserhaushaltes ist eine der wichtigsten Aufgaben der Nieren und kann bei Funktionsstörungen gravierende bis lebensbedrohliche Erkrankungen zur Folge haben (Wassersucht, Ödeme, Lungenödem ...).

Medikamente zur Behandlung dieser Krankheiten nennt man Diuretika. Sie haben verschiedenste Wirkungsweisen und stammen aus mehreren Substanzgruppen z.B. Purine wie Koffein, Theophyllin (daher die wassertreibende Wirkung von Kaffee und Tee!),  Furosemid (Lasix), Spironolacton, Hydrochlorothiazid (HCT) u.v.a.m.

Auch einige Arzneipflanzen haben wassertreibende Wirkung (Brennnessel, Birke, Goldrute, Labkraut, Zinnkraut etc.). Weitgehend unbekannt ist, dass Diuretika auf der internationalen Dopingliste enthalten sind, obwohl sie eher eine Leistungsminderung  zur Folge haben. Häufig werden sie aber missbräuchlich zur raschen Gewichtsreduktion eingesetzt. In letzter Zeit gab es einige Dopingprozesse, obwohl die betroffenen Sportler keine Ahnung von ihrem “Vergehen” hatten, da sie nur “gewöhnliche” Blutdruckmittel einzunehmen glaubten, wie Fußballer Christian Mayrleb oder Springreiter Thomas Frühmann.

Auch Koffein steht ab 12 mcg pro ml Harn auf der Dopingliste, allerdings wegen seiner leistungssteigernden Wirkung. Dieser Grenzwert wird allerdings erst ab ca. 1,5 Liter Red Bull oder 8 bis 10 Tassen Kaffee erreicht.

Weiterführende Links:

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