Nährstoffmediziner behaupten, dass im menschlichen Körper alle Elemente des Meerwassers in irgendeiner Weise eingebunden sind.
Für zwei Drittel unseres Körpergewichtes ist das Wasser verantwortlich. Ein 70 kg “leichter” Mensch hat demnach 42 Liter Gesamtkörperwasser. In den Zellen befinden sich davon 28 l, und außerhalb der Zellen 14 l. Faszinierend ist der Regelkreis, wodurch die Wasserverteilung konstant gehalten wird, obwohl Zulauf (Trinken) und Ablauf (Niere, Schweißdrüsen) erheblichen Schwankungen unterliegen.
MINERALSTOFFE BINDEN WASSER
Natrium und Kalium, sowie in bescheidenem Maße Magnesium und Calcium, steuern diesen Regelkreis – für Physiker als Osmose und Diffusion bekannt. Mineralsalze haben die Eigenschaft Wasser zu binden. Sind in der Zelle mehr Salze als außerhalb, dringt Wasser durch die Zellwand ein. Die Zelle füllt sich prall und würde platzen. Sind umgekehrt mehr Mineralsalze außerhalb der Zelle, wird Wasser aus der Zelle diffundieren. Sie trocknet aus, der Stoffwechsel erlahmt und sie stirbt. Eine konstante Konzentration der Mineralsalze sorgt für ein Gleichgewicht. Die physiologische, also dem Leben entsprechende Salzkonzentration ist 0,9 % an Kochsalz. Infusionen, die Arzneistoffe direkt in die Blutbahn befördern, werden daher mit einer physiologischen Kochsalzlösung (0,9 % NaCl) durchgeführt.
Man kann auch nach der Einnahme einer stark salzhaltigen Nahrung feststellen, dass dadurch der Flüssigkeitsbedarf erhöht wird. Durch die hohe Salzkonzentration trocknet die Zelle aus und sendet ihr Signal “Durst”. Gleichzeitig wird das Blutvolumen erhöht, es steigt der Blutdruck und beim gesunden Menschen löst dieser Umstand eine erhöhte Wasserausscheidung über die Niere aus. Ein perfekter Regelkreis, solange er nicht gestört wird.
KONSTANTES BLUTVOLUMEN
Man könnte sich vorstellen, die mit 28 l gefüllten Zellen “baden” in den 14 l extrazellulären Wasser, das wiederum im Zusammenhang mit dem Blutvolumen (ca. 5,5 l) steht. Wir verlieren im Normalzustand täglich 2,3 l Wasser über die Niere, Haut, Stuhl, Schweiß und Lunge. Diese Menge erhöht sich bei warmem Wetter auf 3,3 l und bei schwerer körperlicher Arbeit auf bis zu 6,6 l (!). Auch erhöhter Blutdruck steigert die Wasserausscheidung durch die Niere. und trotzdem bleibt das Blutvolumen gleich. Nun ist Ihnen vielleicht klarer, warum also eine Wasseraufnahme von ebensolchen Mengen lebensnotwendig ist. Trinken wir nicht ausreichend, dann hemmt die Niere die Ausscheidung, wird aber ihre angespannte Situation in zahlreichen Symptomen zu erkennen geben. Die Verluste an Mineralstoffen können, mit Ausnahme von Magnesium, im Normalfall über die feste Nahrung ausgeglichen werden.










