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Impfung ist der beste Schutz

Stichwort: Grippe

Grippe

HN51 war das Schlagwort der Grippesaison 2005/06 – das Vogelgrippevirus wird uns aber auch diesen Winter beschäftigen. Jährlich erkranken in Österreich rund 380.000 Menschen an Grippe. Das Virus fordert jährlich mehr Todesopfer als der Straßenverkehr.

Der beste Zeitpunkt mit einer Grippe-Impfung vorzusorgen ist jetzt! Die Experten-Meinung ist eindeutig: die nächste Grippe-Pandemie ist nur eine Frage der Zeit. Besonders Risikogruppen – zum Beispiel Personen mit chronischen Lungenleiden – sollten sich auf jeden Fall impfen lassen.

Grippe-Viren sind RNS-Viren und diese zeichnen sich durch eine enorme Wandelbarkeit aus. Die Subtypen H5, H7 und H9 sind derzeit die Viren, die für die Menschen die größte Bedrohung darstellen. Als Ausgangspunkt für das H5N1- Virus gelten Geflügelmärkte in den asiatischen Ländern. Die “trojanischen Pferde” für das Virus sind Enten, die es so verändern konnten, dass sie selbst die Infektion überleben, das Virus aber als Träger weiterverbreiten. Die Ausbreitung in den Westen erfolgte durch Zugvögel und die hochkommerzialisierte Geflügelindustrie.
Nach aktuellem Stand (September 2006) sind etwa 230 Millionen Nutzvögel befallen. Weltweit sind 246 Menschen erkrankt, 144 davon verstorben.

Hühner sterben bei einer Infektion innerhalb eines Tages. Die Infektion mit dem Virus geht aber auch mit einem großen Sterberisiko für den Menschen einher. Eine Besonderheit scheint zu sein, dass Enten das Virus nicht nur über den Kot, sondern auch über die Bronchien, also über den Schnabel durch Tröpfchen ausscheiden und damit übertragen können. Bei Erkrankten in Vietnam kam es zu multiplem Organversagen und zu Durchfällen. Das Virus scheint sich in den tiefen Atemwegen anzureichern. Bislang ist das Virus nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Durch Mutation ist diese von Experten als Katastrophe bezeichnete Veränderung jedoch theoretisch möglich.

In Tierexperimenten wurde bewiesen, dass mit einer Standard-Grippeimpfung geschützte Mäuse eine Infektion zu 50 % überleben. Es kann daher nur empfohlen werden: impfen, impfen, impfen! Medikamente wie Tamiflu hatten im Tierversuch  bei Therapiebeginn 4 und 24 Stunden nach Infektion und fünftägiger Therapie zur Folge, dass alle Tiere überlebten, dass sie weniger Viren ausscheiden und dass sich das Virus weniger in Organen wie der Lunge festsetzte.

Derzeit ist es  – glücklicherweise – aber noch so, dass Menschen nur sehr selten und schwer durch das H5N1-Virus infiziert werden können. Eine Infektion durch gekochtes Geflügel ist nicht möglich.

GRIPPALER INFEKT versus GRIPPE
Der grippale Infekt (die Erkältung) ist eine akute Infektion der Nasen-, Hals- und Bronchialschleimhäute durch Viren, manchmal auch zusätzlich durch Bakterien. Eine Impfung ist hier nicht wirksam.
Die Grippe ist eine Virusinfektion mit hohem Fieber. Ernste Komplikationen können Atemwegsentzündungen, Lungenentzündungen, Kreislaufbeschwerden bis zu Herzmuskelentzündungen sein. Bei angeschlagenem Immunsystem können die Grippe und ihre Begleiterscheinungen lebensbedrohlich sein. Eine Impfung ist hier wirksam. Arzt und Apotheker beraten Sie gerne.
 

RISIKOGRUPPEN

  • Kinder ab dem 7. Lebensmonat
  • Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter Gefährdung infolge eines Grundleidens
  • Personen ab 60 Jahren
  • betreute Personen in Spitälern oder Altersheimen
  • Menschen mit viel Publikums- oder Patientenkontakt
  • Reisende in Epidemiegebieten

 

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