Moderater Sport trainiert nicht nur den Bewegungsapparat und das Herz-Kreislauf-System, sondern auch unsere „Körperpolizei“ – die Anzahl und die Aktivität der natürlichen Abwehrzellen steigt.
Die Killerzellen zerstören fremde Eindringlinge wie Viren, Bakterien und Parasiten. Die Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, sind bei Sportlern funktionsfähiger und schneller als jene von Faulenzern.
Jede sportliche Betätigung verursacht lokale Reizungen des Muskelgewebes, vergleichbar mit einer winzigen Entzündung. Außerdem kommt es im Gewebe zu kleinsten Verletzungen, die repariert werden müssen. Abwehrzellen gehen sofort an die Arbeit, um die Unordnung wieder aufzuräumen. Erfolgt der nächste Trainingsreiz zu früh oder zu stark, tritt eine kurze Erschöpfungsphase der Immunabwehr ein: “Open-Window-Syndrom”. Kurz: Wer mit übertriebenem Ergeiz ständig an die Leistungsgrenze geht, schadet seiner Gesundheit!
Vorsicht, wenn die Gesundheit angegriffen ist
Mit Schniefnase oder einer anderen Infektion im Körper sollten besonders Aktive besser nicht trainieren. Der Irrglaube, einen Infekt beim Joggen ausschwitzen zu können, ist immer noch weit verbreitet. Das Gegenteil trifft zu: Beanspruchen wir unseren Körper in dem Moment, in dem er gerade gegen Viren oder Bakterien kämpft, haben die leichtes Spiel. Absolutes Sportverbot gilt auch bei Gliederschmerzen, erhöhter Körpertemperatur, geschwollenen Lymphknoten oder erhöhtem Puls.
Ansonsten gilt aber: wobei man sich wohl fühlt, das kann eigentlich nur gesund sein – von Spazierengehen bis zum Laufen. Sinken die Temperaturen gar zu weit unter Null, dann liegt es aber vor allem auch an der richtigen Ausrüstung, ob man sich beim Sport noch wohlfühlt.










