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Wertvolle Tipps für Neurodermitiker

Frustration ist nicht unbedingt angebracht - denn gegen Neurodermitis kann man etwas tun.
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Es sind viele Einzelmaßnahmen, die der Betroffene selbst setzen kann:

Tägliche Feuchtigkeitspflege:
Apotheker und Ärzte raten Neurodermitis-Betroffenen, ihre Haut täglich mit guten Feuchtigkeitspflege-Produkten einzucremen. Nur so bleibt die Haut geschmeidig, und Juckreiz wird verhindert. Bei starkem Juckreiz und Schuppenbildung ist etwa die Körpermilch "Hydra-Physio" bzw. als Dusch- und Badegel "Douche-Physio" von Vichy empfehlenswert.

Ölbäder:
Wirksam sind medizinische Bäder mit ölhältigen Badezusätzen. Die Öle wirken sich regulierend auf die Hautoberfläche aus und machen die Haut wieder geschmeidig und somit weniger anfällig für Juckreiz und Schuppenbildung. Zwei bis drei mal wöchentlich soll so ein Vollbad genommen werden, empfehlen Apotheker.

Anwendung von Nachtkerzenöl:
Ebenfalls einen hohen Stellenwert in der Eigen-Behandlung bei Neurodermitis und generell bei trockener, spröder Haut hat das so genannte Nachtkerzenöl. Erst in neuerer Zeit entdeckten Forscher, dass das Öl der Samen des Nachtkerzen-Gewächs hohe Anteile an Gamma-Linolensäure enthält - einer wichtigen Fettsäure, von der Neurodermitis-Patienten zu wenig aufweisen. Die Anwendung von Nachtkerzenöl regeneriert die Zellen und revitalisiert alternde Zellen. Es macht die Haut wieder weich und geschmeidig. Nachtkerzenöl kann als Präparat eingenommen oder auch als Cremebad angewendet werden.

Richtige Ernährung:
Neurodermitis-Betroffene müssen besonders auf ihre Ernährungsgewohnheiten achten. Nahrungsmittel wie Milch, Fisch, Eier, Nüsse, Mandeln und Hülsenfrüchte sind potenzielle Allergene und daher eher zu meiden. Andere Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Alkohol oder Schokolade in größeren Mengen können Juckreize und Ausschläge verstärken. Geeignet hingegen sind zum Beispiel Reis, Lamm- und Putenfleisch, Gemüsesorten wie Brokkoli, Karfiol und Gurken, sowie Schwarztee und Mineralwasser als Getränke.

Vorsicht vor "Reiz"-Wäsche:
Wolle, Synthetik oder chemische Stoffe wie Formaldehyd, die mitunter in den Fasern der Kleidungsstücke vorhanden sind, können die Haut über Gebühr reizen und sollen daher vermieden werden. Hingegen ist Wäsche aus Naturfasern oder Baumwolle sehr gut für Neurodermitis-Patienten geeignet. Beim Waschen der Kleidungsstücke sollte man auf allergenfreie Waschmittel zurückgreifen und Weichspüler meiden.

Wer diese fünf Tipps beachtet, tut schon viel für seine Haut und kann Juckreiz, Rötungen und Entzündungen der Haut zumindest teilweise vorbeugen. Zusätzlich zu diesen Eigenmaßnahmen sollte man aber auch medizinische Therapie-Optionen erwägen:

Präparat schon im Frühstadium einsetzbar
Häufig wird der Arzt bei Neurodermitis Antihistaminika (die generell bei Allergien eingesetzt werden) oder Kortikosteroide - also kortisonhältige Präparate - verschreiben, die das Jucken der Haut lindern. Nachteil bei Kortison: Dieser Wirkstoff kann erst relativ spät im Krankheitsverlauf verabreicht werden, da sonst die Gefahr von Nebenwirkungen zu groß ist. Als Alternative stehen zwei Medikamente mit den Wirkstoffen Tacrolimus und Pimecrolimus zur Verfügung. Diese beinhalten kein Kortison und können schon im früheren Erkrankungsstadium angewandt werden. Die Cremen - vom Arzt verschrieben - können schwere Krankheitsschübe verhindern.

Lichttherapie, Homöopathie & Kuren
Erfolg versprechend sind auch spezielle Lichttherapien. Dabei wird die Haut mit UV-A- und UV-B-Strahlen behandelt; Rötungen und Juckreiz gehen deutlich zurück. Die Wirkung von UV-Strahlen kann jeder Neurodermitis-Geplagte selbst beobachten, ist doch im Sommer, wenn es mehr UV-Licht gibt, die Haut stets im besseren Zustand als im Winter.

Neben diesen schulmedizinischen Maßnahmen können aber auch alternativmedizinische Ansätze wie Akupunktur und Homöopathie weiterhelfen. Auch Bachblüten-Anwendungen, Schüßler-Salze oder die Traditionelle Chinesische Medizin können wirksam sein.

Sehr empfohlen wird Neurodermitis-Betroffenen übrigens eine Kur am Meer - speziell am Toten Meer oder an der Nordsee, wo das Wasser einen hohen Salzgehalt hat. Denn Salz ist sehr förderlich für die neurodermitisgeplagte Haut. 

 

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